Jugendhilfe im Zollernalbkreis und im Landkreis Tübingen

Hallo

Was wir tun

 

Wir arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Familien, die überwiegend von schweren Lebensereignissen betroffen sind und oft vergeblich versucht haben, damit alleine fertig zu werden, um diese zu bewältigen.

 

Ihre Geschichte ist – zum Teil über Generationen hinweg - gekennzeichnet von  jahrelanger Mangelversorgung, Vernachlässigung, Verwahrlosung und größtenteils leider auch massiver Gewalterfahrung in Form von Kindesmisshandlung, sexualisierter Gewalt sowie emotionaler Misshandlung durch dauerhafte seelische Grausamkeiten in Form von Abwertungen, Demütigungen und Erniedrigungen.

 

Ein Großteil der Betroffenen leidet unter den Folgen einer einfachen, überwiegend jedoch komplexen Traumatisierung. Ihr heutiges Leben, Denken und Verhalten ist geprägt von der destruktiven Kraft früherer bzw. noch aktueller Erlebnisse. Bei vielen Kindern und Jugendlichen unter dem 16. Lebensjahr kann man schon jetzt erste Akzentuierungen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung erkennen. Viele Kinder zeigen Merkmale einer Bindungsstörung.

 

Sowohl die Familie als auch die Umwelt (Kindergarten, Schule, Nachbarn etc.) registriert ein merkwürdiges Verhalten, beschreibt es als auffällig und reagiert oftmals mit Ausgrenzung. Die Betroffenen werden zunehmend zu Außenseitern unserer Gesellschaft, erleben sich chancenlos, sprachlos und hilflos und verlieren jeglichen Glauben an sich selbst und an eine hoffnungsvolle Zukunft.

 

Unsere Aufgabe ist es, diesen Kindern, Jugendlichen und Familien innerhalb unserer Angebote in Form von Wohngruppen, Tagesgruppen und ambulanter Betreuung wie zum Beispiel sozialpädagogischer Familienhilfe größtmöglichen Schutz zu bieten. Wir diagnostizieren noch wirksame Risiko - und Belastungsfaktoren und helfen Familie und Kind beim Aufzeigen sowie der Entwicklung von Schutzfaktoren. Unser Ziel ist es, die entstandenen seelischen Beschädigungen in der Persönlichkeit vor allem der sich noch in der Entwicklung befindlichen Kinder und Jugendlichen wieder zu korrigieren, zu behandeln oder zumindest zu lindern. Unsere Hilfen sind lösungsorientiert und bedarfsgerecht gestaltet und berücksichtigen unterschiedliche Lebenswelten wie Migrationshintergrund, Geschlechterrollen u.a.. Dieser Handlungsansatz zeichnet auch unsere Schule für Erziehungshilfe aus.

 

Die verlorene Kindheit bzw. die heile Welt können wir nicht zurückgeben, doch wir helfen  bei der Bewältigung der oft bedrückenden Vergangenheit, damit sie in der Gegenwart den Anforderungen des Lebens standhalten können und auch für sie eine Zukunft wieder vorstellbar und lebenswert wird.

 

Mit einer „Pädagogik des sicheren Ortes“ schaffen wir deshalb mit und für die Menschen Lernfelder, die im therapeutischen Sinne heilsam sind. Hierzu stützen wir uns auf die Erkenntnisse aus Hirnforschung und Bindungsforschung und arbeiten basierend auf einem systemtherapeutischen Ansatz schwerpunktmäßig mit Methoden der Traumapädagogik und Traumatherapie.

 

 

 

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